Mädchen- und Frauenarbeit in den Jugendverbänden

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Respektperson oder "schwaches Geschlecht"?

16. Jan 2006

Frauen in der Kinder- und Jugendhilfe am Beispiel Türkei

International: Studien- und Begegnungsprogramm für weibliche Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe vom 19.11. - 27.11.04 in der Türkei

Die größte Gruppe der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund hat ihre Wurzeln in der Türkei. Die meisten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe werden in großer Anzahl von türkischstämmigen Kindern und Jugendlichen und ihren Familien in Anspruch genommen. In der täglichen Arbeit mit dieser Zielgruppe ergeben sich manchmal für die überwiegend deutschen Verantwortlichen, Berater/-innen und Betreuer/-innen Schwierigkeiten und Missverständnisse, bei deren Lösung ein Einblick in die Situation im Herkunftsland hilfreich sein kann.

Über diese allgemeinen Problembereiche hinaus stehen Frauen in ihrer Arbeit mit Jungen und Mädchen aus Zuwandererfamilien mitunter noch zusätzlich in einem besonderen Spannungsfeld zwischen ihrem Selbstverständnis als Frau und Fachkraft, dem eigenen Anspruch an interkulturelle Toleranz und den ihnen begegnenden traditionellen/konservativen Lebensentwürfen und Geschlechterrollenzuschreibungen.

Das hier ausgeschriebene Fachprogramm will daher speziell weiblichen Fachkräften die Möglichkeit bieten, sich vor Ort über die Jugendarbeit und -hilfe in der Türkei, über die Situation von Frauen und Mädchen und über die dortige Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit zu informieren. Auch innerhalb der Türkei gibt es eine Migrationsbewegung vom Land in die Großstädte, die ähnliche Probleme aufwirft wie die zwischenstaatliche Migration. Diskussionen mit türkischen Kolleg/-innen über das eigene Rollenverständnis und geschlechtsspezifische Probleme in der Arbeit mit Migrantenjugendlichen und ihren Familien ergänzen das Programm.

Seit dem Beginn türkischer Migration nach Deutschland vor über 40 Jahren hat sich die Türkei besonders in den Großstädten stark verändert. Unser Bild von türkischer Kultur und Lebensweise ist jedoch nach wie vor geprägt von Traditionen und von Lebensweisen des ländlichen Raumes. Wie leben Kinder und Jugendliche in der Türkei heute, wie ihre Mütter und Väter? Womit beschäftigen sie sich, was sind ihre Sorgen? Unterscheidet sich ihr Leben und Denken von dem der Verwandten in Deutschland? Inwieweit sind Staat und Gesellschaft von islamischen Werten geprägt?

In unserem Programm können sich deutsche Fachkräfte über die Lebens- und Ausbildungssituation von Kindern und Jugendlichen in der Türkei informieren, lernen die Arbeit der dortigen Stadtteilinitiativen, Frauenprojekte und Jugendzentren kennen und erfahren, welche jugendpolitischen Schwerpunkte von der neuen Regierung gesetzt werden. Neben Fachbesuchen und Gesprächen mit Expert/-innen wird ausreichend Gelegenheit zum Austausch mit Kolleg/-innen über Arbeitsansätze und -konzepte, zum praktischen Kennen lernen der Kinder- und Jugendarbeit sowie zur Diskussion mit Jugendlichen vorhanden sein.

TeilnehmerInnenkreis

Eingeladen zu diesem Programm sind haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiterinnen freier oder öffentlicher Träger der Jugendarbeit und Jugendhilfe, die vorwiegend mit türkischstämmigen Jugendlichen arbeiten.

Termin: 19.11. - 27.11.04
Kosten: EUR 190,00
Anmeldeschluss: 24.09.04

Die detaillierte Ausschreibung steht hier als pdf-Datei zur Verfügung. Das Anmeldeformular ist als Word-Dokument hinterlegt.

Weitere Informationen können beim IJAB von Christiane Reinholz-Asolli - Reinholz@ijab.de oder telefonisch unter 0228 / 95 06-112 - eingeholt werden.

Link: http://www.ijab.de/


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